Team Alpha verpasst die Chance zur Titelverteidigung

2.Platz in der Endrunde der Freizeitliga Havelland Mitte 2009/2010

Gut 2 Jahre nach dem Einstieg der Alpharianer in die Freizeitliga hieß es nun erneut, auf geht´s zur Endrunde, dem nächsten Titel entgegen. Nachdem wir die erfolgreiche Ausrichtung im letzten Jahr mit dem Titel krönen konnten, war zu dieser Endrunde das hohe Ziel der Titelverteidigung gesteckt. Der Ausrichter, das Team des Seeburger SV Freizeit, hatte zum 20.06. zu sich eingeladen. Trotz der bekannten Bodenschwäche des Gastgebers fanden sich nahezu alle geladenen Teams auf dem fast schon idyllisch gelegenen Gelände ein. Einzige Ausnahme bildete die Mannschaft aus Wilhelmshorst, die auf Grund vorschneller und falscher Entscheidungen des UFK-Managers, auf die man sich anscheinend blind verließ, an diesem Sonntag kein Team für die Teilnahme zusammen bekam. Lok C aus der B. Staffel freute dies, da sie nun als 6. Team nachrücken durften. Damit war die Turnierbesetzung perfekt. Neben den Teams aus der A-Staffel, Inter Fulk´n´sey, Team Creativ und dem Gastgeber selbst starteten aus unserer Staffel die Mannschaften des UFK sowie die schon erwähnten Eisenbahner von Lok und wir pünktlich zu 10 Uhr in das Turnier. 

 
1.Spiel  Jugendclub Alpha – Inter Fulk´n´sey 2:0

Da war er wieder, der „heißgeliebte“ Rivale aus Falkensee. Ausgeruht und körperbetont kamen die Mannschaften in die ersten 15 Minuten der Partie, in denen es gute Torchancen auf beiden Seiten des Spielfeldes zu sehen gab. In der 8. Minute startete unser Herr Weber, auf Vorarbeit von Marschel, durch und markierte das 1:0 für das Team Alpha. Dies sollte auch der Halbzeitstand sein, wobei man gute Tormöglichkeiten ungenutzt auf dem Rasen liegen gelassen hatte. Über weite Strecken der 2. Spielhälfte kamen wir gut ins Spiel und kontrollierten den Gegner, so dass wir in der 22. Spielminute auch das 2:0, wieder durch Dennis, für uns verbuchen konnten. Die Mannen aus Falkensee mühten sich sichtlich, kamen aber nicht wirklich zu zwingenden Torgelegenheiten und verließen nach den zweiten 15 Spielminuten als Verlierer das Spielfeld.

 
2.Spiel  Jugendclub Alpha – Team Creativ 0:0

Untertitel: Eine Welt voller Rätsel

Team Creativ, wohlbemerkt die einzige Mannschaft, die uns in der gesamten letzten Saison plus Endrunde, Punkte abnehmen konnte, wurde schon vorab als stark angekündigt. Betont wurde dabei besonders der intensive körperliche Einsatz, der sich auch in der Partie zeigen sollte. Beide Teams führten ein schnelles und ballsicheres Spiel, was auf dem Boden mehr als bemerkenswert erschien. Nichts desto trotz gelang es keiner Mannschaft, den Ball im Netz des Gegners unter zu bringen. Trotz einem Lattenknaller von unser und einem Pfostentreffer der creativen Seite stand es weiter 0:0 und wir befanden uns schon in der Mitte der 2. Spielhälfte, als plötzlich während einer guten Druckphase des Teams Creativ der Abpfiff des Schiris ertönte. Wie schon vorbei? Da sind doch noch mindestens 6 bis 7 Minuten zu spielen. Keine Lust mehr aufs Pfeifen? Wie deine Analoguhr ohne Stoppfunktion ist das ausschlagebene Instrument zur Zeitmessung? Das kann doch nicht der Weisheit letzter Schluss sein oder wollte uns da jemand einfach nur verarschen?
Die Videokamera des Team Creativ, die seit Anpfiff des Spieles auf on geschaltet war, zeichnete alles entsprechend ihrer Funktion auf und konnte somit als Beweismittel Nummer A in den Prozess eingeführt werden. Der Richter aber entschied sich für den Absolutismus und bemühte sich um Einsicht von Seiten der beiden Teams, die den Mangel an Zeit beklagten, indem er pausenlos auf seine schon erwähnte Armbanduhr verwies. Fragezeichen allerorts. Und ab zum Staffelleiter, der in dieser Situation alles hätte klarmachen und die entsprechende Zeit nachspielen lassen können. Jedoch entschied er sich lieber gar nichts zu tun und so blieb es dann schließlich beim 0:0. Mehr als ärgerlich und absolut unnötig.
Fehler macht doch jeder mal und es ist doch auch keine Schande, dass mal zu zeigen und die eigene Entscheidung zu revidieren. Die Zeit dazu hätten wir allemal gehabt. Das war an diesem Tag aber wohl nicht möglich. Einfach Schade.

 

3.Spiel  Jugendclub Alpha – UFK 1:1

Nach den 2 verlorenen Punkten der vorangegangenen Partie galt es nun definitiv 3 Punkte gegen den wohl stärksten Gegner der Endrunde zu holen, um nicht in den letzten zwei Spielen des Tages ins Hintertreffen zu geraten. Der Druck war also da und am Bemühen beider Teams lag es nicht, dass die erste Halbzeit torlos ausging. Beide Teams standen sehr kompakt im Mittelfeld und in der Abwehr. Chancen wurden kaum zugelassen und die Wenigen einfach nicht verwertet. So musste man darauf warten, dass die gegnerische Mannschaft Fehler machte, um davon profitieren zu können. Und so kam es dann auch. Eine verunglückte Rückgabe durch den UFKler Franz und die scheinbare Sicherheit des Keepers, den Ball mit der Brust stoppen und weiterleiten zu können, waren genau die richtige Kombination für das wohl kurioseste Tor der Endrunde. Denn statt den Ball auch mit der Brust zu stoppen, spielte der UFK Keeper irgendwie einen sterbenden Schwan, so dass die Lille in vollem Umfang die Torlinie passieren konnte und wir somit 1:0 in Führung gingen. Da wir uns schon in der Mitte der zweiten Halbzeit befanden, hätte die Devise hinten dicht zu halten für die nächsten 10 Minuten eigentlich gereicht. Aber eben nur eigentlich. Denn UFK spielte weiter nach vorn und erarbeitete sich eine Ecke. Diese konnte auf Grund von Unachtsamkeiten kurz ausgeführt und konzentriert als Flanke auf den Siebener Stefan gebracht werden, der lediglich seinen Fuß hinhalten musste, um den verdienten Ausgleich zu markieren. Dabei blieb es dann für die restlichen 4 Spielminuten, so dass auch aus der 3. Partie des Tages nur 1 Punkt geholt werden konnte. Wie sich später herausstellen sollte, waren es die zwei entscheidenden Punkte, die zur Titelverteidigung fehlen sollten.

 

4.Spiel  Jugendclub Alpha – Lok C 4:0

Das Ziel dieses Spiel wurde also schon in der Partie zuvor gesteckt. Viele Tore mussten her, um bei einem weiteren Punktverlust des UFK möglichst mit einem besseren Torverhältnis doch noch die Nase nach vorn zu bekommen. Dieses Ziel, so kann geschrieben werden, wurde auch erreicht. In einer eher einseitigen Partie, die nicht zu letzt durch die konditionelle Stärke des Team Alpha (Lok C hatte einige Jahre mehr Lebenserfahrung auf dem Platz vorzuweisen) entschieden wurde, gab es reichlich sehr gute Torchancen, die jedoch nur mittelprächtig genutzt werden konnten. Der 1. Treffer durch 45 wurde als solcher nicht gewertet, da der Schiri einfach schlecht stand und nicht sehen konnte, dass der Ball bereits die Torlinie des Eisenbahner Keepers überquert hatte. Also musste er es unstrittig nochmal machen und uns in Führung schießen. Es folgten Tore von Figo (strammer Fernschuss) sowie ein Kopfballtor durch Carlo und zu guter letzt auch noch ein Tor durch Junior, der an diesem Tag leider erst zum 3. Spiel anwesend sein konnte. Wer weiß, wie es sonst so hätte laufen können. Dieses Spiel gewannen wir aber souverän mit 4:0. Nun wartete nur noch der Gastgeber im letzten Spiel des Tages auf uns.

 

5.Spiel  Jugendclub Alpha – Seeburger SV Freizeit 1:0

Da wir zu diesem Zeitpunkt weiterhin im Vergleich zum UFK mit Punkten hinten lagen, waren wir auf eine Niederlage der Studenten gegen Inter Fulk´n´sey angewiesen und mussten gleichzeitig gegen den letzten Spielpartner der Endrunde siegen. Es sollte sich heraus stellen, dass dies schon irgendwie schwer genug werden sollte. Beide Mannschaften kämpften aufopferungsvoll um den Sieg. Körperliche Intensivität konnte trotz des letzen Spiels beider Mannschaften beobachtet werden. Jedes Team hatte seine Möglichkeiten, jedoch nur wir kamen durch unseren 45er zum Tor und gingen in Führung.

Schon in der 2. Hälfte angekommen, pfiff der Schiri aus dem verkürzten 2. Spiel mal wieder. Diesmal aber noch nicht ab, sondern einen Neunmeter für das Team Alpha. Robert trat an und verschoss, Marlow setzte nach und netzte ein. Der Schiri pfiff wieder und gab einen Freistoß für das Team aus Seeburg. Marlow befand sich wohl schon bei der Ausführung des Neunmeters im Strafraum des Gegners, wodurch sein anschließender Nachschuss nicht als Tor gewertet wurde. Das der Neunmeter aber so gar nicht hätte angepfiffen werden dürfen, vergaß der Schiri wohl vollends, wie so vieles an diesem finalen Tag. Der Freistoß und die anschließenden letzten Minuten des Spiels konnten aber ausgeführt und zu Ende gespielt werden, was an dem Ergebnis, 1:0 für das Team Alpha, aber nichts mehr änderte. Da der UFK auf dem Nebenplatz sein letztes Spiel jedoch mit 1:0 gewinnen konnte, waren die Hoffnungen auf einen glücklichen Ausgang auch dahin und wir als Titelverteidiger abgelöst.

  

Nach 2 Unentschieden und 3 Siegen waren wir diesmal nicht ganz oben angekommen auf der Treppe des Glücks. Da stand diesmal leider der UFK. Doch so ist es halt manchmal im Fußball. Du stehst hinten richtig gut, kassierst lediglich 1 Gegentor im ganzen Turnier und wirst trotzdem nur Zweiter. Da sag mir nochmal einer Defense wins Championship. Es ist ja aber nicht so, dass wir gar nichts vorzuweisen hätten.
Den Titel in der Halle haben wir souverän verteidigt und die Staffelmeisterschaft ein zweites Mal nach Hause geholt. Zudem können wir auch mit Stolz behaupten, dass wir in der Freizeitliga einfach unschlagbar gewesen sind. Und das ganze zwei Saisonlängen! Zusätzlich die beiden Endrunden ohne Niederlage beenden konnten und daher ja trotzdem irgendwie auf dem Thron ganz oben sitzen. Da nutzt kein Heulen, denn das ist ohne Zweifel mehr als stark. Auf Grund dessen haben wir uns dazu entschieden, es in der nächst höheren Kreisklasse auf weitem Feld zu probieren. Neue Ziele, neues Glück und wer weiß, vielleicht benötigen wir ja wirklich nur 10 Jahre, wie der große Rechenmeister preisgab, um dann endlich die Deutsche Meisterschaft der A-Mannschaften einfahren zu können.
Dank geht an die zahlreichen Fans und Supporter, die uns in dieser wieder einmal unglaublichen Saison treu die Linie hielten. Letztes Jahr waren wir noch der Neuling in der Liga und keiner wusste so recht, ob alles noch einmal so gut funktionieren könnte. Aber auch als Favorit haben wir keine schlechte Figur abgegeben. Mit einem Coach an der Seite, der es nicht immer leicht mit dem Team hatte, der aber immer das Potenzial darin gesehen hat. Danke für deine Ausdauer und die viele Geduld, die dafür nötig waren. Und nicht zu vergessen, der Dank an all die Familien, die für den Fußball auch mal warten mussten und konnten.

   Marschel

Team Alpha: KlingAir - Marschel, Jezi, Robert H., Herr Meier, Maik D., Cartman - Junior, 45, Mahlow, Figo, Sarnow - Dennis, Carlo, Heiko

[Fotos] / [Team]