Testspiel: Turbine Potsdam III - JC ALPHA 9:8
* Tore:
0:1
Carlo (45)
27. Sek
0:2
Carlo (45)
2. Min
0:3
Dennis (Carlo)
6. Min
1:3
Scheer (Elfmeter)
12. Min
1:4
45
12. Min
1:5
45
20. Min
1:6
Figo (Ecke Carlo)
23. Min
2:6
Jentsch
25. Min
2:7
Dennis
30. Min
3:7
Eigentor
40. Min
---
---
---
3:8
Carlo (Heiko)
42. Min
4:8
Eigentor
44. Min
5:8
???
45. Min
6:8
???
46. Min
7:8
Scheer (Elfmeter)
50. Min
8:8
???
51. Min
9:8
Jentsch
63. Min
...

* Team Alpha:

Martin -
- Kirsch, Herr Meier, Marschel, Ruckel (Cartman) -
- Junior, Carlo, Sarnow, Figo (Leddi) -
- 45, Dennis (John /Heiko)-
...

* Karten:

Keine

...

* Spielinfo:

Anstoss: 06.05.2010, 19.45 Uhr
Spielzeit: 2 x 40 Minuten
Platz: Waldstadt - Sportplatz
Schiri: Maik V. (Turbine Potsdam)

Zuschauer:

etwa 20

 

 

Überflieger des Alpha landen hart auf Schotterboden!

Trotz des vermeintlich harmlosen Begriffes eines Testspiels, sollte sich diese Donnerstagabendpartie sowohl in die Teamseele der Alpharianer als auch deren Gegner den Mannen von Turbine Potsdam III tief eingebrannt haben. Denn es wurde ein Spiel, dem es wirklich an nichts fehlte. Ob Eigentore, Elfmeter, hart umkämpfte Zweikämpfe, eine Führung die Sätze zum Ergebnis hatte wie: „ Dieses Spiel haben wir verloren!“, eine Aufholjagd, die ihres Gleichen noch sucht oder die harten Worte, die an allen Ecken und Enden über das Spielfeld flogen. Und das ganze 80 Minuten lang. Spart man mal das Wetter aus, so hätte sich wohl jeder Fan alle 10 Finger nach so einem Spiel geleckt.

Gleich zu Beginn der Partie setzten wir jedoch Ausrufezeichen. Zweimal erzielte Carlito, ein Ex-Turbine Spieler mit brasilianischem Torriecher, auf Zuarbeit von 45 einen Treffer fürs Team Alpha. Kurz darauf in der 6. Spielminute gelang es Dennis diese Führung weiter auszubauen und er schoss ein auf Vorarbeit von Carlito. Nun kamen aber auch die Turbinen ins Spiel und agierten deutlich offensiver, beim Rückstand von mittlerweile 3:0 schien dies die einzig denkbare Antwort. Und so kam es zu einer Strafraumszene, die einen Elfmeterpfiff, des ansonsten durchschnittlich pfeifenden Schiris, zur Folge hatte. Patrick „Paddy“ Scheer lies KlingAir keine Chance und erzielte den Anschlusstreffer für sein Team. Just in der gleichen Spielminute waren aber auch wir wieder zu einer passenden Antwort in der Lage. 2 Pässe auf 45, zweimal künstlerisch wertvolle Einzelaktionen und ein nervenstarker Abschluss ergaben eine Führung von 5:1. Und das bereits nach 20 gespielten Minuten. Als dann auch noch 3 Minuten später Figos Kopf eine extrem gut getimte Ecke von Carlito im Netz der Turbinen unterbringen konnte, schien die Sache erstmal sehr klar. Der Umgangston in Reihen der Turbinen wurde deutlich rauer und verzweifelter und doch konnten sie durch Jentsch auf 2:6 verkürzen, bevor Dennis 10 Minuten vor der Halbzeitpause das 7:2 markierte. Den Schlusspunkt der 1. Halbzeit setzte dann unser 1.Eigentor zum 3:7 Halbzeitstand.

Wer hätte schon gedacht, dass wir nach solch einem Zwischenergebnis noch komplett „umkippen“ und der Gegner über Kampf noch einmal ins Spiel kommen würde. Erst recht nicht nach dem 3. Tor von Carlito durch Vorbereitung von Heiko in der 42. Spielminute, kurz nach Wiederanpfiff der Partie. Es stand nun wirklich 8:3 für das Team Alpha und der Weg zum Sieg schien mehr als frei. Aber was sich dann abzeichnete, lässt sich wohl nur mit dem Sinken der Titanic aus dem Jahre 1912 vergleichen. In der 44. Spielminute nahm das Spiel mit unserem 2. Eigentor seinen negativen Verlauf und wir wurden sofort an die Kasse gebeten, um unser Lehrgeld zu zahlen. Seit diesem Zeitpunkt wurden folgende Dinge verzweifelt gesucht: ein Mittelfeld, gehaltene Bälle von den Stürmern, denen es sichtlich schwerer als in der ersten Halbzeit gemacht wurde, auffallend zu agieren. Ein Mittelfeld! Passende Zuordnungen in der eigenen Abwehrreihe, was aber auch deutlich erschwert wurde, durch die enorme Überhangrate der Turbinen. Hatte ich schon das fehlende Mittelfeld erwähnt?

So kam es nun, dass die Turbinen wie im Rausch die nächsten 5 Treffer erzielten und man möge es kaum glauben, aber wir, die jungen Wilden, nicht mehr die Kraft aufbrachten den Spieß nochmal umzudrehen. Das Team von Turbine brachte ihren hauchdünnen 9:8 Vorsprung über die Ziellinie und somit über die Zeit. Feierten wohl ein Comeback, was so kaum noch einmal denkbar ist und waren wohl glücklich, die erste Halbzeit somit aus den Köpfen verbannen zu können. Wir hingegen hatten alles verspielt und trotzdem nicht gewonnen. „Cèst la vie!“ wie man so sagt. Manchmal muss man eben Rasen, oder in unserem Falle Schotter, fressen, um beim nächsten Aufeinandertreffen daraus gelernt zu haben. Und das ist der Fokus! Wir werden wieder kommen und eine bessere 2. Halbzeit spielen. Dies gepaart mit den Leistungen aus dem 1. Abschnitt und mehr Einsatz und Willen nach hinten heraus. Dann können wir zeigen, dass man mit uns nicht nur 40 Minuten zu rechnen hat, sondern mindestens eine ganze Saison lang.

Marschel

[Fotos]